Folge 24: Die Gnosis und ihr Einfluss auf die Freimaurerei

In dieser Folge geht es um ein sehr spezielles und für die Freimaurerei eher ungewöhnliches Thema, denn es hat in der heutige Logenrealität kaum Relevanz.


Die Gnosis ist eine Glaubensrichtung, die lange vor den anderen drei großen Weltreligionen verbreitet war. Von der christlichen Kirche als Herätiker von der Inquisition verfolgt, starben viele Gnostiker, wie z.B. die Katharer in Frankreich den Tod in den Flammen. Welche Einflüsse und Symboliken der Gnostiker kann man auch heute noch in der Freimaurerei finden? Kann das Thema heute überhaupt noch eine Bedeutung haben?


Im Gespräch mit der Archäologin und Historikerin Nadine Klein versuchen sich Patrick und Kai diesem komplexen Thema zu nähern.


Die Freimaurerei hat viele Einflüsse, die sich im 17. Jhd. im neuen Bund vereinten. Neben der Aufklärung und alten ägyptischen Riten haben die Rosenkreuzer tiefe Spuren im Ritual hinterlassen. Deren Gedankengut ist zum Beispiel stark von gnostischen Vorstellungen geprägt. Die Gnostiker gab es über viele hundert Jahre und so sind auch die verschiedenen Kulte sehr unterschiedlich geprägt. Im Kern sieht der Gnostizismus im Diesseits einen "bedauernswerten" Zustand, den es durch die Entwicklung des jedem Menschen innewohnenden sogenannten "göttlichen Funkens" zu überwinden gilt. Der Weg dazu ist die Hinwendung zum Geist und die Selbsterkenntnis. In vielen gnostischen Gruppierungen gab es daher eine große Lustfeindlichkeit und einen häng zur Askese. Wir finden ähnliche Gedanken in bestimmten Ausprägungen der jüdischen Kabbala oder auch im Sufismus, der islamischen esoterischen Tradition.





Auf dem Foto die Katharer Burg Montsegur in Südfrankreich. Der Aufstieg ist beschwerlich, kann aber ohne Ausrüstung gemacht werden und belohnt mit schönem Ausblick und einer einzigartigen Atmosphäre.



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